Human-Kicker – 2003

Das Motto lautete: „
UNS BLEIBEN 72 STUNDEN…“

Am Donnerstag (26.06.), kurz vor 18.00 Uhr, stieg die Anspannung und viele Fragen kreisten umher. Wer ist  unser Spion? Welche Aufgabe werden wir wohl bekommen? Können wir sie bewältigen? Wo wird sie stattfinden? Und wer ist der Typ mit dem Mikrophon in der Hand?

Letzteres ließ sich sofort klären, denn es war ein Reporter von „Bremen1″ und „Bremen 4″, der uns vor, während und nach der Aufgabenverkündung am Mikro hatte.

 Die Armbanduhren zeigten es deutlich: 18.00 Uhr! Wo war unser Spion? Kurze Zeit später entpuppte sich Andrea Tönjes als unser Aufgabenüberbringer, und nun war gewiss auch der letzte Anwesende total gespannt. Sie öffnete den Umschlag, faltete das Papier auseinander und sie verkündete die Aufgabe:

„Baut in den nächsten 72 Stunden ein transportfähiges Menschenkickerspiel, schneidert Leibchen für die Spieler und organisiert ein Fußballturnier!“

Zunächst standen wir mit offenen Mündern regungslos da, und erst als der Reporter 5 Sekunden nach der Verkündung freudestrahlend die Frage stellte: „Und habt ihr schon eine Idee?“, fingen wir wieder zu reden an! Nein, konkrete Ideen hatte noch keiner, aber die Frage, wo es gebaut werden kann, war beantwortet, denn bei Ingo Stöver in Hurrel war Platz für uns. Klar war auch ziemlich schnell, dass es sonntags bei Mehrings in Hurrel aufgebaut werden sollte, aber die Frage, wie dieses Menschenkickerspiel auszusehen hat, war auch kurze Zeit später noch nicht ganz geklärt.

Im Laufe des Abends entwickelte sich jedoch ein Bauplan, der dann in den folgenden Stunden umgesetzt wurde. Es wurde geflext, geschweißt, gehämmert…, und so mancher von uns bezeichnete das ganze Treiben als Chaos, aber immer wieder ließ der eine oder andere durchblicken, das alles unter Kontrolle sei. Das beruhigte, und gleichzeitig beantwortete es auch die Frage, ob wir die Aufgabe bewältigen können.

Während die „technische Abteilung“ (hauptsächlich die Jungs/Männer), sich um das Zusammenbauen kümmerte, ist der Rest der Beteiligten (weibliche Reize ballten sich hier) auf Spendensuche gegangen. In Hurrel, Lintel, Maibusch, Kirchkimmen, Hude, Ganderkesee, Steinkimmen, Dingstede und Kirchhatten sammelten wir für diese gemeinnützige Aktion, denn schließlich musste alles aus Spenden finanziert werden. Selbst unser Frühstück bestand aus Spenden: Spendenbrötchen, Spendenmarmelade, Spendenmilch, Spendenbutter…

Während die einen durch die Dörfer zogen, machten sich andere daran, die Leibchen für die Spieler zu schneidern. Wieder jemand anderes setzte sich ans Telefon, um die umliegenden Vereine zu dem Fußballturnier einzuladen. Jemand bastelte an der Punktetafel, und bei Mehrings traf man auch immer mal wieder jemanden, denn auch hier musste schließlich alles wegen dem Sonntag besprochen werden. Als Sonderaufgabe bauten wir sogar noch einen alten Miststreuer zum Transportwagen für das Spiel um.

Stunde um Stunde nahm alles Formen an. Jeder hatte seinen Aufgabenbereich gefunden, und es trat Sicherheit auf, denn so langsam konnten wir zu uns sagen: „Ja, das können wir alles gut schaffen.“

Samstags war das Gestell so weit fertig, und die „künstlerische Abteilung“ wurde an Pinsel und Farbe gelassen. Gegen Mitternacht waren wir mit dem Streichen fertig, und Ruhe kehrte ein, denn nun mussten wir warten, bis die Farbe getrocknet war, und dann konnte es weiter gehen.

Am Sonntag war es dann endlich so weit, denn zum ersten Mal stellten wir das Spiel auf. Es war schon spannend, denn keiner wusste, ob wirklich alles 100%-ig zusammenpasste. Aber es klappte! Nun befestigten die Jungs/Männer die Holzplatten an die Außenseite des Eisengestells, als Bande. Die nächsten kümmerten sich um die Tore, denn die Netze mussten noch angebunden  werden. Und unser Spieltransportwagen wurde verkehrstauglich gemacht.

Die Zeit lief nur so davon. Schon bald war es 15.00 Uhr, und das Turnier bei Mehrings in Hurrel konnte beginnen. 17 Mannschaften aus der Umgebung nahmen daran teil. Außerdem kamen viele Besucher vorbei, um sich das Spektakel anzuschauen. Und langweilig wurde ihnen mit Sicherheit nicht, denn sowohl die Spiele waren klasse, als auch das Kuchenbüffet, und die Bewirtung vom Gasthof, und außerdem hatten wir für die kleinen Besucher eine Hüpfburg, eine Fußballwand und vieles mehr vor Ort.

Das Turnier ging bis 19.30 Uhr, und Sieger wurden die jüngsten Teilnehmer. Der Pokal (den man uns auch stiftete) ging nach Dingstede, zur Jugendfeuerwehr. Die Jungs und Mädchen waren so begeistert, so dass sie gewiss das Spiel hin und wieder mal ausleihen werden.

An diesem Abend bekamen wir auch die Urkunde von der niedersächsischen Landjugend überreicht, denn wir hatten die Aufgabe ja topp erledigt. Die Urkundenübergabe übernahm unser „Spion“ Andrea Tönjes.

Nach dem das Spiel zu späterer Stunde abgebaut war, grillten wir Landjugendmitglieder ein letztes Mal an diesem Wochenende, bevor wir uns ins Bett legten, um jede Menge Schlaf nachzuholen!!!

Wir möchten uns bei allen fleißigen Helfern bedanken!

DANKE

Ø für die tolle Zusammenarbeit aller Landjugendmitglieder
Ø für das „Asyl“ bei Stöver
Ø für die spontane Unterstützung vom Gasthof Mehrings
Ø für alle Geld- und Sachspenden
Ø für die Kuchen und Torten
Ø für die Teilnahme an dem Turnier
Ø an alle, die uns in den 72 Stunden auf irgendeine Art und Weise geholfen haben